Foodsharing bedeutet, dass Geschäfte, die mit Lebensmitteln arbeiten, kurz vor Ladenschluss die unverkauften Lebensmittel umsonst abgeben. Das wird gemacht, da die Lebensmittel wegen ihres Aussehens nicht mehr gekauft werden oder aufgrund einer Überschreitung des Mindesthaltbarkeitsdatums – das bedeutet aber natürlich nicht, dass diese Lebensmittel nicht mehr genießbar wären. Foodsharing möchte Menschen dazu bewegen, auf die Essbarkeit der Lebensmittel zu achten und nicht auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Trotz einer Überschreitung dieses Datums sind Lebensmittel noch „gut“. Man sollte es eher als Garantiefrist verstehen, die anzeigt, wie lange dieses Nahrungsmittel essbar ist. Unsere Schule hat jetzt angefangen, als erste Schule in dieser Umgebung, bei diesem Projekt mitzumachen. Das bedeutet die Schule bekommt unverkaufte Lebensmittel geliefert und gibt die dann umsonst an die Schüler weiter. Eben genannte Lebensmittel werden dann jeden Freitag in der Cafeteria von freiwilligen Helferinnen und Helfern ausgegeben. Bei uns an der Schule hat sich vor allem Frau Döhrer dafür eingesetzt, dass diese Aktion am Gymnasium Kronwerk vorzufinden ist. Es fiel auf, dass einige Schüler ihr Essen vergessen haben oder zu wenig Geld dabeihaben, um sich etwas zu kaufen. Um auch den Gedanken der Nachhaltigkeit zu verfolgen und möglichst wenig Müll zu produzieren, empfiehlt das Foodsharing-Team Brotdosen und Löffel dabei zu haben, weil auch öfter mal Jogurts im Angebot sein werden und, damit man auch etwas mit nach Hause nehmen kann. Die eigentliche Idee hinter dieser Aktion an unserer Schule stammt von einer Mutter, die ihr Kind an diesem Gymnasium hat. Sie arbeitet selbst schon länger in der Foodsharing-Gruppe, was für uns ein absoluter Glücksfall ist. Bei den Schülerinnen und Schülern kommt diese Aktion sehr gut an, sie freuen sich darüber, dass es kostenlos ist, dass man etwas Gutes tut, dass es eine tolle Abwechslung zu dem sonstigen Angebot ist und darüber, dass es besser schmeckt als man oft erwarten würde. Auch die Lehrerinnen und Lehrer freuen sich über das Angebot und teilten uns ihrer Beobachtungen mit. Laut ihnen sind die Lebensmittel des Foodsharing schnell weg und die Schülerinnen und Schüler sprinten in die Cafeteria, daher kommt es auch zu mehr Stress und mehr Menschen an diesem Ort. Ziel ist es, dass das Gymnasium Kronwerk als Vorbild fungiert – für unsere Schülerinnen und Schüler, aber auch für andere Schulen.