„Bonjour, Ça va, Je m’appelle…, De rien, On y va et Merci“ – all das sind Ausdrücke, die das Sprachprofil in der Zeit vom 5. bis zum 11. Juni 2024 einwandfrei beherrschen musste. Denn der diesjährige Französischaustausch fand in diesem Zeitraum statt. 13 Franzosen sind mit drei ihrer Lehrkräfte aus Le Mans nach Deutschland gereist und verbrachten hier mit den Schülerinnen und Schülern des Sprachprofils und einigen des zehnten Jahrgangs, Frau Order und Frau von der Brelie vom Gymnasium Kronwerk, eine sehr tolle Woche.
Zu Beginn der Planung waren alle sehr gespannt und aufgeregt, stellten jedoch schnell fest, dass es ein Problem gibt: Es sind zu viele Franzosen. Genauer gesagt waren es vier Franzosen mehr, als es Schülerinnen und Schüler im diesjährigen Sprachprofil gibt. Die Lösung: Zehntklässler können einspringen und einen Franzosen bei sich aufnehmen, das komplette Programm dieser Austauschphase mitmachen und dann im kommenden Jahr dafür nach Frankreich fahren. Dies, da der Austausch, bei dem das Sprachprofil dieses Jahr nach Frankreich gefahren ist, schon stattgefunden hatte. Glücklicherweise boten sich drei Schülerinnen und Schüler aus dem zehnten Jahrgang an, jemanden aufzunehmen, und ein Schüler aus dem Sprachprofil nahm zwei statt eines Franzosen auf. Dieses kleine Problem wurde also schnell gelöst – man konnte sich also wieder voll und ganz freuen, da dieser Woche nun nichts mehr im Wege stand.
Der Austausch wurde finanziert von der Organisation Erasmus+. Das ist ein Programm der Europäischen Union zur Förderung der Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen und der Mobilität von Einzelpersonen im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung, Jugend und Sport. Nach einer langen Zugfahrt kamen die französischen Schülerinnen und Schüler am Abend des 5. Juni am Rendsburger Bahnhof an und wurden von den deutschen Austauschschülern mit Freude begrüßt. Den Abend verbrachten die Schülerinnen und Schüler bei sich zuhause beziehungsweise in ihrem befristeten Zuhause.
Der erste Tag
Der erste Tag in Deutschland wurde mit einem gemeinsamen Frühstück im Erasmus+-Raum begonnen. Als der Hunger gestillt war, machte sich die Gruppe auf den Weg zum Rendsburger Rathaus, um dort eine kleine Fragerunde mit der Bürgermeisterin zu machen. Diese war sehr aufschlussreich. Anschließend ging es zurück in die Schule. Dort wurde an einem Projekt zum Thema Europa gearbeitet und dann eine Pause gemacht, in welcher Pizza bestellt wurde. Danach machte sich unsere französischdeutsch gemischte Gruppe auf den Weg in die Innenstadt von Rendsburg, um das Historische Museum der Stadt zu besuchen. Dort gab es eine Führung, die extra wegen dieses Austauschs auf Französisch vorbereitet wurde. Nach der Führung durch das Museum gab eseine weitere Führung über den Paradeplatz und die angrenzenden PelliBauten aus dänischer Zeit. Der Abend wurde in den Familien verbracht.
Freitag
Am Freitag startete der Tag mit dem Besuch des deutschen Unterrichts. Die ersten vier Stunden des Tages wurden so gefüllt. Der französische Unterricht ist ganz anders aufgebaut als Unterricht an unserer Schule. Die letzten zwei Stunden des Schultages wurden erneut mit Projektarbeit gefüllt, auch hier beschäftigte sich die Gruppe mit dem Thema Europa im Erasmus+-Raum. Eigentlich sollte der Nachmittag frei in den Familien verbracht werden, jedoch traf sich die Austauschgruppe bei einer Austauschschülerin Zuhause und verbrachte dort den späten Nachmittag und frühen Abend.
Samstag und Sonntag
Am Samstag sollte ebenfalls Familienzeit sein. Hier trafen sich jedoch alle Mitglieder des diesjährigen Austauschs privat. Auf eigene Planung hin wurde eine Fahrt nach Eckernförde organisiert und umgesetzt. In Eckernförde wurde spazieren gegangen und die Bonbonkocherei, die Schokoladenfabrik und ein Flohmarkt am Hafen besucht. Der Sonntagmorgen wurde aufgrund des 825jährigen Geburtstags Rendsburgs mit einem Festumzug gefüllt. Anschließend wurde das Stadtfest besucht. Der Rest des Tages durfte wieder in den Familien verbracht werden.
Montag: Hamburg
Montagmorgen ging es los mit einer kurzen Zugfahrt nach Hamburg. Dort wurde die Elbphilharmonie besucht. Danach gab es eine Führung durch das Museumsschiff Rickmer Rickmers. Im Anschluss ging es zu Fuß weiter zum Hamburger Rathaus, wo es eine kurze Erläuterung zu diesem Gebäude gab. Auch das Innere des Rathauses wurde kurz besichtigt. Die letzte Aktivität in Hamburg war Freizeit. Die meisten shoppten oder besorgten sich einen Döner. Die Zugfahrt nach Rendsburg lief jedoch nicht so reibungslos wie die Hinfahrt, denn die Austauschgruppe hatte insgesamt ungefähr drei Stunden Verspätung. Aufgrund verschiedener Umstände musste mehrfach umgestiegen und im Regen gewartet werden.