Anlässlich unserer Jubiläumswoche zum 50‑jährigen Bestehen des Gymnasiums Kronwerk fand am Donnerstag, den 18. Juni 2024, der Mottotag „Die Siebziger“ statt, an dem die Lehrkräfte passende Programme für ihre Klassen boten.
An diesem Tag ging die Schülerzeitung durch die Klassen und beobachtete die Programme. Insgesamt gab es circa 56 Angebote, von denen unsere persönlichen Highlights die „Fußball‑WM 74“ von Herrn Petersen und Frau Weimar waren. Dort stellten die Schülerinnen und Schüler die WM nach, bei der Deutschland im Finale gegen die Niederlande 1974 mit dem Ergebnis 2:1 gewann.
Spannend war außerdem das Programm „Essen in den 70ern“ von Frau Kersten. Dort wurden Gerichte aus dieser Zeit zubereitet und probiert, was den Schülerinnen und Schülern einen praktischen Einblick in die damalige Esskultur gab. Auch das „ABBA“-Programm von Herrn Schwieger war ein großer Erfolg, da es den Schülerinnen und Schülern nicht nur die Musik der 70er näherbrachte, sondern sie auch aktiv einbezog. Die Vielfalt der Programme reichte von Filmanalysen über Wirtschaft bis hin zu Geschichte – alle jedoch mit dem Schwerpunkt auf den 1970er‑Jahren.
Obwohl viele Programme gut ankamen, gab es auch Kritik. Einige Schülerinnen und Schüler äußerten den Wunsch, die Programme selbst auswählen zu können, wie beim Spieletag. In manchen Klassen fand zudem normaler Unterricht statt, was einige enttäuschte. Auch der Zeitpunkt des Mottotages wurde kritisiert, da viele die Zeit für die Vorbereitung auf Klausuren benötigten. Eine Schülerin der Q1a meinte: „An sich ist der Mottotag eine coole Idee, aber wir haben nach der Studienfahrt zwei Wochen, in denen nichts passiert. Da hätte der Mottotag oder generell die Jubiläumswoche besser gepasst.“
Dennoch gab es auch viel positives Feedback. Viele empfanden den Mottotag als willkommene Abwechslung und schätzten die Möglichkeit, Themen zu lernen, die im regulären Unterricht nicht behandelt werden. Ein Schüler aus dem sechsten Jahrgang sagte: „Solche Projekte sind viel interessanter als Unterricht. Sowas jeden Freitag oder zumindest öfter wäre cool.“ Auch Frau Paap teilte ihre Meinung zu diesem Tag. Sie sagte, dass der Tag einer ihrer Lieblingstage in der Woche gewesen sei, da die Schule vielfältige Aktivitäten durchführen konnte, die unabhängig vom Unterricht stattfanden. „Man würde sich fast wünschen, dass es dafür öfter den Rahmen oder die Zeit neben all dem regulären Unterricht und Leistungsnachweisen gibt.“ Sie freut sich, dass sie am 50‑jährigen Jubiläum der Schule teilhaben konnte und ist gespannt, wie sich das Leben, die Schulwelt und der Unterricht bis zum nächsten Jubiläum in 25 Jahren ändern.
Herr Knoop äußerte sich ebenfalls zum Mottotag. Er freute sich, dass die Lehrkräfte etwas für ihre Klassen anboten. Bezüglich der Kritik wegen der Auswahl sagte er, dass es schwierig sei, eine Wahl durchzuführen, da die Jubiläumswoche sehr viel Zeit in Anspruch nahm. Eine zusätzliche Wahl wäre noch mehr Stress gewesen. Den Vorschlag, solche Tage öfter stattfinden zu lassen, begrüßte er. Er ist der Meinung, dass man dies gut in die SV einbringen könne und dann Projekttage – auch mit Einbezug von Eltern – anbieten könnte. Dies würde die Identifikation mit der Schule fördern.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Mottotag „Die Siebziger“ am Gymnasium Kronwerk trotz einiger Kritikpunkte ein Erfolg war. Man hat nicht nur viel über die „wilden“ Siebziger gelernt, sondern auch über die Bedeutung von Projekttagen in der Schule. Die positiven Rückmeldungen zeigen, dass solche Projekte einen festen Platz in unserer Schule haben sollten.
Sie bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, auf andere Weise zu lernen und neue Interessen zu entdecken. Für zukünftige Mottotage lässt sich sagen, dass sie mit mehr Flexibilität in der Auswahl und Teilnahme der Programme gestaltet werden sollten und zu einem für alle Beteiligten günstigen Zeitpunkt stattfinden müssen.