© by KSCN, Björn Döge
Ein Gastbeitrag von Frau Kapitza
Wie fühlt es sich an, Wissenschaft nicht nur aus dem Schulbuch zu kennen, sondern direkt an der Uni zu erleben? Beim Darwintag an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel konnten wir genau das herausfinden. Gemeinsam mit beiden Biologie-Profilen des E- und des Q1-Jahrgangs waren wir vor Ort und tauchten einen Vormittag lang in aktuelle Forschung, neue Ideen und spannende Fragen ein. Der Darwintag wird von der CAU Kiel und dem Kiel Evolution Center veranstaltet und in diesem Jahr vom Kiel Science Communication Network mitorganisiert. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur das Was, sondern auch das Wie: Wie kann Wissenschaft so vermittelt werden, dass sie verständlich ist, neugierig macht und im Kopf bleibt?
Vier Vorträge – vier Perspektiven auf Wissenschaft
Im Audimax erwarteten uns vier abwechslungsreiche Vorträge, die zeigten, wie eng Evolution, Alltag und aktuelle Forschung miteinander verbunden sind. Den Anfang machte „Lifestyle & Immunantwort“, ein Vortrag darüber, wie der Lebensstil das Immunsystem beeinflusst – und warum evolutionäre Anpassungen dabei eine entscheidende Rolle spielen. Danach folgte ein besonderer Tandem-Vortrag: „Science meets Design – So wird die Darm-Hirn-Achse sichtbar“. Hier wurde deutlich, dass gute Wissenschaftskommunikation Teamarbeit ist: Forschung und Design greifen ineinander, um komplexe Inhalte sichtbar und verständlich zu machen. Im dritten Vortrag „Wenn alte Freunde verloren gehen – Mikrobiom & Immunsystem im Wandel“, ging es um die vielen Mikroorganismen in unserem Körper und darum, wie sie unsere Gesundheit beeinflussen – ein Thema, das zeigt, wie aktuell und relevant biologische Forschung ist. Der letzte Vortrag, „Das Kuchen-Paradox“, brachte dann richtig Dynamik in den Saal. Statt nur zuzuhören, wurden wir aktiv: kleine Sportübungen im Audimax, viel Lachen – und als Überraschung rappte ein Arzt Teile seines Vortrags. So wurde Wissenschaft nicht nur erklärt, sondern erlebt. Nach den Vorträgen ging es weiter zur Ausstellung, bei der wir direkt mit Forschenden ins Gespräch kommen konnten. Fragen stellen, diskutieren, nachhaken – hier zeigte sich, wie wichtig der persönliche Austausch für Wissenschaft ist.
Der Darwintag war ein Tag voller neuer Eindrücke, Ideen und Begegnungen. Er hat gezeigt, wie vielfältig Wissenschaft sein kann – von Forschung über Design bis hin zu Bewegung und Musik. Vor allem aber hat er Lust gemacht, sich weiter mit MINT-Themen zu beschäftigen und Wissenschaft als etwas zu sehen, das uns alle betrifft.
