Alle Jahre wieder: Das Ehemaligentreffen am Kronwerk

Am 22.06. endete die Jubiläumswoche des Gymnasiums Kronwerk mit einem groß angelegten Ehemaligentreffen. Die Veranstaltung begann mit dem Auftritt der Jazzcombo der Schule, der die zahlreichen Gäste in festliche Stimmung versetzte.

Neben Getränken und Gegrilltem, das von Sponsoren zur Verfügung gestellt wurde, konnten die Besucher auch eine Festschrift erwerben. Herr Schwieger, der die Festschriften verkaufte, zeigte sich im Interview erfreut: „Es werden viele Festschriften gekauft und die Stimmung ist gelöst, fröhlich und ruhig.“

Bereits vor 25 Jahren fand ein ähnliches Treffen statt. Dieses Jahr setzte sich das Organisationsteam aus zwölf Lehrerinnen und Lehrern – unter anderem Herrn Schwieger und Herrn Kramer – sowie Eltern zusammen. Seit letztem September trafen sie sich insgesamt 14-mal, um das Event zu planen. Die Dekoration stammte von zwei Müttern, die dem Treffen eine besondere Atmosphäre verliehen. Die Veranstaltung bot außerdem die Möglichkeit, dem Verein des Gymnasiums Kronwerk e.V. beizutreten. Der Abend begann um 17 Uhr und hatte ein offenes Ende.

Im Gespräch mit vier Ehemaligen wurde klar, warum so viele der Einladung gefolgt waren: „Es ist wunderbar, die alten Gebäude und Lehrer wiederzusehen und zu erleben, wie sich alles verändert hat.“ Eine Ehemalige teilte sogar eine persönliche Anekdote: Sie lernte ihre erste Liebe in der Schule kennen, trennte sich aber nach dem Abitur. Beim Ehemaligentreffen traf sie ihn nach neun Jahren wieder. „Deshalb sollte man zu solchen Treffen kommen, man weiß ja nie, wen man alles so trifft“, sagte sie mit einem Augenzwinkern. Alle vier waren sich einig, dass ein weiteres Treffen wünschenswert wäre. Auch andere Ehemalige schwelgten in alten Erinnerungen. „Es ist großartig, alte Freunde und Gesichter wiederzusehen. Und das Bier ist auch nicht schlecht“, sagten sie. Auch sie wünschten sich ein erneutes Treffen.

Zwei langjährige Lehrerinnen, die seit 1974 bzw. 1976 an der Schule unterrichteten und 2014 bzw. 2016 in den Ruhestand gingen, waren ebenfalls anwesend. Beide betonten ihre Verbundenheit mit der Schule und freuten sich, ehemalige Schülerinnen und Schüler sowie Kolleginnen und Kollegen wiederzuerkennen. „Die größten Veränderungen sind die neuen Lehrer und die Renovationen – wobei ich jetzt nicht weiß, ob die Lampen neu sind“, meinte eine von ihnen.

Frau Nielsen, selbst ehemalige Schülerin und jetzige Lehrerin am Kronwerk, bemerkte Veränderungen im Umgang zwischen Lehrkräften und Schülern: „Die Schüler von heute meinen, mehr Rechte als Pflichten zu haben, was Vor- und Nachteile mit sich bringt. Es ist gut, dass man keine Angst mehr vor den Lehrern hat, aber der Respekt lässt manchmal zu wünschen übrig.“ Sie begrüßte die Digitalisierung und sprach sich ebenfalls für ein weiteres Treffen aus.

Das 50‑jährige Jubiläum des Gymnasiums Kronwerk bot allen Anwesenden die Möglichkeit, in Erinnerungen zu schwelgen und alte Verbindungen neu zu beleben. Die ausgelassene Stimmung lässt auf ein ebenso gelungenes Treffen zum 75. Jubiläum hoffen.

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