Am 23. Mai 2024 begab sich der achte Jahrgang ins Kino Schauburg, um den Film „The Zone of Interest“ zu schauen. Die Idee dazu hatten die Fachschaft Geschichte und die Schulleitung. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des britischen Schriftstellers Martin Amis.
Im Zentrum der Handlung steht die Familie von Rudolf Höß, der von Mai 1940 bis November 1943 als Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz tätig war. Das Konzentrationslager Auschwitz war das größte deutsche Lager, in dem Menschen eingesperrt wurden, weil die Nationalsozialisten sie aus dem Weg räumen wollten. Es war ein zentraler Ort des Holocausts, an dem systematisch europäische Juden sowie andere verfolgte Gruppen ermordet wurden. Auschwitz wurde für seinen industriellen Massenmord bekannt und steht heute als Symbol für die Grausamkeiten des NSRegimes.
Zu dem Film haben uns Lehrerinnen und Lehrer ein paar Fragen beantwortet. Der Bildungszweck sei gewesen, die Auswirkungen von Indoktrination durch die Nazis, ihre Ideologie und deren Folgen besser zu verstehen. Auf die Frage, wie ihnen der Film gefallen habe, antworteten sie: „Gefallen ist in diesem Kontext ein schwieriges Wort. Der Film war sehr eindrücklich und bedrückend. Es war auf jeden Fall Vorwissen nötig, um den Film und seine Botschaft verstehen zu können.“ Man konnte auch einiges mitnehmen, denn der Film behandelte die methodische und geschäftsmäßige Vorgehensweise der Nazis, die durch Propaganda das industrielle Töten von Menschen als fast schon normale Arbeit ansahen und direkt neben dem Konzentrationslager Auschwitz einen „normalen“ Alltag führten.
Auch eine Schülerin aus der achten Klasse äußerte sich zu dem Film. Sie fand „The Zone of Interest“ ganz in Ordnung, konnte aber nicht viel mitnehmen, denn als Vorbereitung auf den Film wurde das Thema im Unterricht viel intensiver behandelt. Da viele aus ihrem Jahrgang den Film nicht verstanden haben, würde sie den Film nicht weiterempfehlen. Ihrer Meinung nach ist der Film für höhere Jahrgänge besser geeignet oder generell für Menschen, die sich für Geschichte interessieren oder sich mit dem Thema besser auskennen. Es sei aber trotzdem eine gute Abwechslung im Vergleich zum Frontalunterricht gewesen.
Allerdings sind die Meinungen zum Film ganz unterschiedlich. Ein Zuschauer schreibt: „The Zone of Interest ist ein Meisterwerk! Es ist ein langsamer, erschreckender Film, der mit unkonventionellen Mitteln arbeitet. Man muss sich auf jeden Fall darauf einstellen, denn das hier ist kein kitschiger Film über Gut und Böse.“ Der Film gewann außerdem zwei Oscars. Ausgezeichnet wurde er in den Kategorien „Bester Ton“ und „Bester internationaler Film“.
Insgesamt behandelt der Film ein wichtiges Thema. Es ist eine Zeit in der Geschichte, die nie vergessen werden darf und sollte, damit so etwas nicht noch einmal geschieht. Es zeigt, was passiert, wenn die falschen Menschen an die Macht kommen, wie ausgeprägt Rassismus sein kann und wie sehr die Nationalsozialisten das Töten von Menschen durch Propaganda normalisierten.