Im Jahr 2024, und auch in den Jahren zuvor, haben sich überall auf der Welt Menschen das Ziel gesetzt, den von Menschen produzierten CO₂‑Ausstoß zu senken. Es haben sich viele Menschen an unterschiedlichsten Orten der Welt zusammengefunden, um Organisationen zu gründen, welche sich auf das Reduzieren von CO₂‑Emissionen spezialisiert haben. Auch an unserer Schule gab es Projekte dazu, wie zum Beispiel das „YES!Mint“-Projekt 2022 oder dieses Jahr das „Less CO2“-Projekt. Durch all diese Versuche sollte man meinen, dass wir unsere CO₂‑Emissionen gesenkt haben. Doch es gibt viele Menschen, die sich einfach nicht für Themen wie diese interessieren, oder Menschen, die so viel CO₂ ausstoßen, dass sie die Fortschritte der anderen rückgängig machen. Viele dieser Menschen sind große Berühmtheiten, wie Kim Kardashian oder Travis Scott.
Doch nun ist die Frage: Wie viel CO₂ produzieren diese Berühmtheiten und ist die Menge gerechtfertigt? Ein bekanntes Beispiel für hohen CO₂‑Ausstoß sind Privatjets. Viele berühmte Menschen fliegen aus verschiedensten Gründen mit ihnen, und sie sind eine der größten CO₂‑Quellen, die es zurzeit gibt. Eine sehr bekannte Person, welche viel für ihre Jet‑Nutzung verurteilt wird, ist Taylor Swift. Sie ist momentan auf ihrer größten Konzerttour, der „Eras Tour“, welche die erfolgreichste Musik‑Tour aller Zeiten ist. Sie hat vor allem in letzter Zeit sehr viel Kritik für ihre Privatjet‑Nutzung erhalten. Doch obwohl der global bekannte Popstar innerhalb des letzten Jahres die ganze Welt bereiste, ist sie nicht die Hauptverantwortliche für den hohen CO₂‑Ausstoß. Es gibt viele Berühmtheiten, die, wenn auch weniger als Taylor Swift, einen großen CO₂‑Fußabdruck besitzen. Es gibt aber auch viele Berühmtheiten, die weitaus mehr CO₂ verbrauchen.
Auch wenn die hohen Mengen an ausgestoßenem CO₂ nicht die kleineren Mengen entschuldigen, die von anderen berühmten Menschen produziert wurden, sollte man sie immer noch nicht als komplett unschuldig an unserem CO₂‑Problem verurteilen. Diese Menschen produzieren deutlich mehr als die durchschnittlichen 10,8 Tonnen Kohlendioxid, die eine einzelne Person verursacht. Doch dabei kommt die Frage auf: Ist es überhaupt gerechtfertigt, so einen großen Anteil an den CO₂‑Emissionen zu haben, nur weil man berühmt ist? Immerhin sind die von Taylor Swift verbrauchten 1270 Tonnen CO₂ im Vergleich zur einzelnen Person ein riesiger Unterschied.
Da kommt also die Frage auf: Bringen diese Projekte eigentlich etwas? Lohnt sich der zeitliche Aufwand und der verlorene Unterricht, nur um Projekte wie „YES!Mint“ oder „Less CO2“ mit Schülern durchzuführen, wenn die Resultate dieser Projekte eh durch Stars wieder wettgemacht werden?
Meiner Meinung nach definitiv. Natürlich ist unser CO₂‑Ausstoß eine wichtige Sache, und wir müssen alle zusammenarbeiten, um das Ziel zu erreichen. Über dieses Thema zu lernen und Wege auszuarbeiten, wie man seinen eigenen CO₂‑Ausstoß verringern kann, ist immer eine gute Sache. Dies muss aber nicht heißen, dass man keine Aktivitäten wie Konzerte genießen kann. Wenn Stars, Berühmtheiten und die eben genannten Sänger*innen weniger CO₂ verbrauchen würden, wäre das gut, aber manchmal gibt es keine andere Alternative. Das Senken des CO₂‑Ausstoßes ist ein Problem, an dem wir alle beteiligt sind, und mit diesen Workshops und Projekten lernen wir, dass jeder seinen eigenen Teil zur Lösung beitragen kann.