Interviewer: „Warum haben Sie sich dazu entschieden, Lehrer zu werden?“
Hd: „Eigentlich wollte ich lange gar kein Lehrer werden, weil meine Eltern Lehrer waren. Zuerst habe ich Islamwissenschaften und Politikwissenschaften studiert, aber das abgebrochen, weil mir Politikwissenschaft zu theoretisch war. Dann habe ich angefangen, Geografie zu studieren, aber zunächst nicht auf Lehramt, und überlegt, was ich damit machen kann. Als ich dann mit meiner damaligen Freundin (jetzigen Frau) im Urlaub war, haben wir lange über die Zukunft gesprochen und mir ist aufgefallen, dass das einzige Argument gegen Lehramt war, dass meine Eltern Lehrer waren. Dabei mag ich meine Eltern sehr. Mir ist klar geworden, dass ich dieses Argument immer vorgeschoben habe und mich dann für ein Lehramtsstudium entschieden und Geschichte als zweites Fach dazugenommen.“
Interviewer: „Gibt es ein Fach, das Sie selber als Schüler nicht mochten?“
Hd: „Gartenbau und Musik, aber nur in der Unterstufe. Mathe war immer ein Auf und Ab.“
Interviewer: „Wie denken Sie über Hausaufgaben – sinnvoll oder überflüssig?“
Hd: „Ich halte sie für sinnvoll, aber es ist wichtig, dass Schüler auch Freizeit haben. Die Hausaufgaben sollten nicht überhandnehmen und man sollte nicht nur mit Schule beschäftigt sein, denn ein Ausgleich ist wichtig.“
Interviewer: „Waren Sie ein Musterschüler oder eher nicht?“
Hd: „Eher nicht. Ich war in der Oberstufe ganz gut dabei, habe aber in der Unter- und Mittelstufe viel Unsinn gemacht, war aber trotzdem ganz gut in der Schule.“
Interviewer: „Welches Schulfach sollte es Ihrer Meinung nach geben, das es aktuell nicht gibt?“
Hd: „Ich finde, ein paar Fächer sollten mehr unterrichtet werden wie WiPo und Sport (und natürlich Geschichte und Geo). Ansonsten wären mehr praktische Fächer wie Werken, Gartenbau und mentale Gesundheit gut.“
Interviewer: „Gab es einen Moment, in dem Sie fast aufgehört hätten, Lehrer zu sein?“
Hd: lacht „In meinem Examen. Ich hatte im Studium oft Zweifel, weil ich nicht wusste, wie es ist, tatsächlich vor Schülern zu stehen, aber als ich angefangen habe zu unterrichten, habe ich gemerkt, dass es das Richtige für mich ist.“
Interviewer: „Wenn Sie einen Tag Schulleiter wären, was wäre Ihre erste Maßnahme?“
Hd: „Eine extra Schulkonferenz, die wie ein Parlament aufgebaut ist, damit Schüler Feedback geben und mitdiskutieren können.“
Interviewer: „Welche Frage würden Sie einem Schüler stellen, wenn Sie ihn interviewen könnten?“
Hd: „Da gibt es mehrere Fragen. Vielleicht so etwas wie: Was ist der Sinn des Lebens für dich?“
Interviewer: „Was war Ihre erste Unterrichtsstunde, die Sie gehalten haben, und wie ist sie verlaufen?“
Hd: „Das war ein Seminar im Studium, bei dem wir die Schule unseres Dozenten besucht haben. In dieser Unterrichtsstunde ging es um die Kreuzzüge und es lief nicht gut, weil wir die Stunde zu dritt unterrichten mussten und nicht gut abgesprochen waren.“
Interviewer: „Gibt es etwas, was Sie von Ihren Schülern gelernt haben?“
Hd: „Ganz viel. Einmal, dass die Anforderungen an die Schüler gestiegen sind und dass die Menschlichkeit zwischen Lehrern und Schülern wichtig ist. Ein besserer Umgang führt zu besseren Ergebnissen.“
Interviewer: „Welche drei Sachen haben Sie immer in der Tasche?“
Hd: „Der Klassiker: Handy, Schlüssel und Portemonnaie. Früher habe ich immer Hundekotbeutel dabeigehabt, aber mittlerweile wohnen wir so weit außerhalb, dass man das nicht aufsammeln muss.“
Interviewer: „Gibt es ein Buch oder einen Film, der Sie besonders inspiriert hat?“
Hd: „Ich lese aktuell ‚Eine kurze Geschichte der Menschheit‘ von Noah Harari. Ein Film, der mich inspiriert hat, ist ‚Into the Wild‘. Es geht um einen jungen Erwachsenen, der aus dem Alltagsleben aussteigt und nach Alaska geht. Das inspiriert mich, viel in der Natur zu machen, wie beispielsweise campen.“
Interviewer: „Gibt es eine Sache, die Sie überhaupt nicht beherrschen?“
Hd: „Ich kann kein Musikinstrument spielen.“
Interviewer: „Wenn Sie an einem spontanen Talentwettbewerb teilnehmen müssten, was würden Sie zeigen?“
Hd: „Klassische Geographiesachen wie Länder auf einer Karte zeigen oder vielleicht Comedy. Musikalisch habe ich keine hervorragenden Talente.“
Interviewer: „Stellen Sie sich vor, Sie könnten in einem Film mitspielen – welche Rolle würden Sie übernehmen?“
Hd: „Ich würde gerne in der neuen Harry-Potter-Serie mitspielen. Ich würde die Rolle von Remus Lupin übernehmen.“ lacht „Eigentlich langweilig, einen Lehrer zu spielen. Hagrid könnte ich mir auch vorstellen, wobei ich dafür zu klein bin.“
Interviewer: „Welche Frisur hätten Sie gerne?“
Hd: lacht „Irokesen.“